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Im Zuge einer gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung wurde per 31. Dezember 2025 der Geschäftsbetrieb der Dorner GmbH & Co. KG auf die bisherige Komplementärs-GmbH, die Dorner Verwaltungs GmbH übertragen. Diese wurde in diesem Zuge umbenannt in Dorner Health IT Solutions GmbH (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter HRB 300542) Mit diesem Schritt passen wir unsere Unternehmensstruktur innerhalb … Read more

digitale-Workflows-in-der-Pathologie

Pathologie am Limit – geht da noch mehr?

Papierformulare, Medienbrüche, fehlende Kontextinformationen – so beginnt in vielen Pathologien noch immer die Diagnostik. Für Pathologen heißt das: nachfragen, suchen, warten. Im besten Fall Zeitverlust, im schlimmsten Fall diagnostische Unsicherheit.

Genau hier setzt das BMBF-geförderte Projekt HORUS an: Virtuelle Histologie mit Micro-CT soll den Weg in die klinische Realität finden – eingebettet in echte Abläufe, unterstützt durch KI und digitale Prozessintegration.

Der Beitrag von DORNER – Erfahrung trifft Innovation

Damit neue Technologien wirken, braucht es eine stabile Basis. Hier bringt DORNER seine über 20-jährige Erfahrung mit der Workflow Engine ein. Dieses flexible Webframework bildet seit Jahren komplexe medizinische Prozesse ab – in Projekten wie ravenna oder isendi ebenso wie jetzt in HORUS.

Das Ergebnis: Ein System, das nicht nur Daten weiterleitet, sondern Prozesse intelligent steuert.

Schritt 1: Auftragserstellung – digital, strukturiert, kontextreich

Ein neuer Fall startet in der Klinik. Statt handschriftlicher Formulare werden alle Daten direkt digital erfasst:

  • Strukturierte Anforderungsdaten statt Freitext
  • Grafische Lokalisationsangaben auf Organschemata (Leber, Lunge etc.)
  • Automatische Übersetzung in Codes (SNOMED, LOINC)
  • Vorbefunde, Laborwerte und KI-basierte Arztbrief-Zusammenfassungen direkt im Auftrag sichtbar
  • Plausibilitätsprüfung verhindert fehlende Angaben

👉 Für Pathologen heißt das: Alle Infos liegen von Beginn an vollständig und kontextreich vor.

Digitale-Prozessunterstuetzung-Grafische-Lokalisationsangaben-Organschemata

Schritt 2: Auftragsübernahme – Medienbrüche ade

Im Labor übernimmt das System die Organisation:

  • Auftragsmonitor zeigt Status aller Fälle an
  • Proben werden per Barcode-Scan aufgenommen
  • Import aller Auftragsdaten inkl. Anhänge – ohne Medienbrüche
  • Automatische Zuordnung zum Bearbeiter
  • Rückmeldung zur Auslastung des Micro-CT direkt im System

👉 Ergebnis: Transparenz vom ersten Moment an.

Schritt 3: Auftragsbearbeitung – KI und Micro-CT im Workflow

Jetzt beginnt die Diagnostik. Und hier zeigt sich, warum digitale Workflows in der Pathologie mehr sind als IT-Spielerei:

  • Micro-CT: nicht in Echtzeit verfügbar → daher klare Prozessintegration mit Statusmeldungen und Laufzeiten
  • Schnittstellen ermöglichen:
    • Beauftragung mit allen relevanten Daten
    • Strukturierten Befundimport
    • Integration des ImFusion Viewers für die Bildauswertung
  • Halbautomatische Befunderstellung unterstützt Pathologen mit strukturierten Eingabemasken und Standardtexten
  • KI-gestützte Analysen ergänzen die klassische Histologie

👉 Pathologen arbeiten durchgängig im gleichen System – ohne Brüche, ohne Informationsverluste.

Schritt 4: Befundanzeige und Rückmeldung – direkt nutzbar in der Klinik

Der diagnostische Befund fließt ebenso reibungslos zurück:

  • Digitale Befundanzeige für alle Beteiligten
  • Monitoring-Funktionen, z. B. für OP-Termine
  • Strukturierte Befundübermittlung ans KIS
  • Automatische Kodierung (ICD, TNM etc.) und Übergabe von Diagnosen, Scores und Leistungsdaten

👉 Damit ist der Befund nicht nur dokumentiert, sondern auch sofort klinisch verwertbar.

Fazit: Wenn Digitalisierung wirklich hilft

HORUS macht deutlich: Workflow ist mehr als Datenrouting. Es geht um Prozessintelligenz – also darum, was Pathologen wann, in welcher Form und mit welcher Kontexttiefe brauchen.

DORNER schafft mit seiner Workflow Engine die Plattform, die Micro-CT, KI und klassische Histologie stabil und intelligent vernetzt.
Das Ergebnis: weniger Rückfragen, mehr Sicherheit, bessere Diagnostik.

Mehr erfahren?

Erfahren Sie mehr über das Projekt HORUS und unseren Workflow-Lösungen – oder treten Sie direkt mit uns in Kontakt. Wir freuen uns auf den Austausch!

HORUS-Forschungsprojekt

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 500.000 Menschen an Krebs. Pathologinnen und Pathologen tragen eine zentrale Verantwortung in der Diagnostik: Sie analysieren jährlich nahezu 40 Millionen Gewebeproben, meist auf Basis weniger, erfahrungsbasiert ausgewählter histologischer Schnitte.

Doch dieser traditionelle Prozess hat Grenzen – relevante Strukturen bleiben in den oft umfangreichen FFPE-Gewebeblöcken (Formalin-Fixed, Paraffin-Embedded) verborgen. Genau hier setzt das vom BMBF (13GW0571D) geförderte Forschungsprojekt HORUS an.

In unserem neuen Projektvideo geben wir Einblicke in:

  • Die Perspektiven der beteiligten Forscherinnen und Forscher

  • Den innovativen Bildgebungs- und Analyse-Workflow

  • Die Zukunft der KI-gestützten Krebsdiagnostik und virtuellen Histologie

Virtuelle Histologie mit Micro-CT: Wie HORUS die Krebsdiagnostik neu denkt

Was bedeutet „Virtuelle Histologie mit Micro-CT“?

Die virtuelle Histologie verfolgt das Ziel, Gewebeproben dreidimensional und zerstörungsfrei zu untersuchen, bevor sie mikroskopisch geschnitten werden. Kernstück ist dabei die Micro-CT-Bildgebung – eine hochauflösende Röntgentechnik, die mithilfe von Phasenkontrast und Absorptions-CT Strukturen von 10 µm feinen Kapillaren bis zu millimetergroßen Keimzentren sichtbar macht.

Im Zusammenspiel mit Künstlicher Intelligenz (KI) und Annotationstools können so kritische Bereiche wie Tumorränder, Blutgefäße oder Keimzentren präzise markiert und analysiert werden. Pathologielabore können dadurch gezielt den relevanten Teil eines Gewebeblocks identifizieren, bevor er unter dem Mikrotom weiterverarbeitet wird.

Warum ist das ein Durchbruch für die Pathologie?

  • Deutlich höhere Präzision:
    Dank der Kombination aus virtueller Histologie und Micro-CT kann der Stichprobenfehler um das 1.000- bis 5.000-Fache reduziert werden.
    Während aktuell Diagnosen oft auf nur wenigen 2-Mikrometer-Schnitten basieren, ermöglicht HORUS, das gesamte Tumorvolumen zu analysieren – von Zentimeter-großen Tumoren bis hin zu feinen 10–25 µm-Strukturen wie Kapillaren oder Drüsen.

  • Schonende Diagnostik:
    Der FFPE-Gewebeblock bleibt vollständig erhalten, sodass er weiterhin für molekulargenetische Analysen genutzt werden kann. Pathologinnen und Pathologen müssen nicht mehr entscheiden, welcher Teil der Probe geopfert wird.

  • Effizientere Workflows:
    Durch die 3D-Voransicht und die KI-gestützte Annotation lassen sich relevante Bereiche gezielt identifizieren, was die Arbeitszeit in Zukunft ohne Mehraufwand optimiert – ein entscheidender Vorteil angesichts des Mangels an Fachpathologinnen und -pathologen in Deutschland.

  • Digitale Vernetzung:
    Mithilfe der eingesetzten Software, wie der ImFusion Suite, können Micro-CT-Daten und klassische Histologie in einem digitalen Workflow zusammengeführt werden, der sich perspektivisch in bestehende Laborprozesse integrieren lässt.

Digitale Infrastruktur: Unser HORUS-Beitrag

Damit die virtuelle Histologie nicht nur technologisch funktioniert, sondern auch im klinischen Alltag ankommt, braucht es reibungslose Prozesse im Hintergrund.
Wir haben im Projekt HORUS unsere langjährig bewährte Workflow Engine eingebracht – mit der sich medizinische Abläufe vom digitalen Order Entry über KI-gestützte Kontextdaten bis zur strukturierten Befundrückmeldung zuverlässig abbilden lassen.
Eine Besonderheit: Die grafische Markierung der Entnahmestelle durch den Klinik-User – automatisch codiert und für Patholog:innen klar sichtbar.

Die Projektpartner von HORUS

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt HORUS (Förderkennzeichen 13GW0571D) bringt Forschung, Klinik und Industrie zusammen. Die Partner bündeln ihre Expertisen, um virtuelle Histologie mit Micro-CT in die Praxis zu bringen.

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Fördert das Projekt im Rahmen der Medizintechnologie, um innovative diagnostische Verfahren zu unterstützen und deren Transfer in die klinische Anwendung zu ermöglichen.

Universitätsklinikum Düsseldorf – Institut für Pathologie
Bietet klinische Expertise und Patientenproben und testet die entwickelten Verfahren direkt in der Krebsdiagnostik, insbesondere im Bereich Tumorcharakterisierung und Gewebeanalyse.

Universitätsklinikum Freiburg – Institut für Pathologie
Arbeitet an der Integration der Micro-CT-Daten in den pathologischen Workflow und stellt sicher, dass die Methoden den klinischen Anforderungen entsprechen.

ImFusion GmbH
Entwickelt KI-gestützte Softwarelösungen zur Bildfusion, Segmentierung und Annotation, damit Pathologinnen und Pathologen Micro-CT und Histologie in einem digitalen Workflow kombinieren können.

Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, EMI
Treibt die technische Weiterentwicklung der Micro-CT-Bildgebung voran und optimiert die Präparation der Gewebeproben für die phasenkontrastbasierte Bildgebung.

DORNER Health IT Solutions
Unterstützt mit technologischer Expertise und Datenmanagement, damit die entwickelten Verfahren skalierbar und praxisnah umgesetzt werden können.

Fazit

Mit HORUS entsteht ein zukunftsweisender Ansatz für die Krebsdiagnostik:
Virtuelle Histologie mit Micro-CT und Künstliche Intelligenz ermöglichen es, mehr zu sehen, weniger zu zerstören und schneller zu diagnostizieren – und das bei maximaler Präzision.

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Erleben Sie die DORNER Workflow Engine live auf der DMEA 2025 Workflow-Automatisierung neu gedacht – für ein digitales Gesundheitswesen Besuchen Sie uns auf der DMEA 2025 in Berlin und erfahren Sie, wie die DORNER Workflow Engine komplexe Abläufe vereinfacht, Prozesse beschleunigt und IT-Landschaften vernetzt. Wann: 8.–10. April 2025Wo: Halle 3.2 | Stand E-107 (bei lablions, … Read more

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