Digitale Workflows in der Pathologie – am Beispiel HORUS

Pathologie am Limit – geht da noch mehr?

Papierformulare, Medienbrüche, fehlende Kontextinformationen – so beginnt in vielen Pathologien noch immer die Diagnostik. Für Pathologen heißt das: nachfragen, suchen, warten. Im besten Fall Zeitverlust, im schlimmsten Fall diagnostische Unsicherheit.

Genau hier setzt das BMBF-geförderte Projekt HORUS an: Virtuelle Histologie mit Micro-CT soll den Weg in die klinische Realität finden – eingebettet in echte Abläufe, unterstützt durch KI und digitale Prozessintegration.

Der Beitrag von DORNER – Erfahrung trifft Innovation

Damit neue Technologien wirken, braucht es eine stabile Basis. Hier bringt DORNER seine über 20-jährige Erfahrung mit der Workflow Engine ein. Dieses flexible Webframework bildet seit Jahren komplexe medizinische Prozesse ab – in Projekten wie ravenna oder isendi ebenso wie jetzt in HORUS.

Das Ergebnis: Ein System, das nicht nur Daten weiterleitet, sondern Prozesse intelligent steuert.

Schritt 1: Auftragserstellung – digital, strukturiert, kontextreich

Ein neuer Fall startet in der Klinik. Statt handschriftlicher Formulare werden alle Daten direkt digital erfasst:

  • Strukturierte Anforderungsdaten statt Freitext
  • Grafische Lokalisationsangaben auf Organschemata (Leber, Lunge etc.)
  • Automatische Übersetzung in Codes (SNOMED, LOINC)
  • Vorbefunde, Laborwerte und KI-basierte Arztbrief-Zusammenfassungen direkt im Auftrag sichtbar
  • Plausibilitätsprüfung verhindert fehlende Angaben

👉 Für Pathologen heißt das: Alle Infos liegen von Beginn an vollständig und kontextreich vor.

Digitale-Prozessunterstuetzung-Grafische-Lokalisationsangaben-Organschemata

Schritt 2: Auftragsübernahme – Medienbrüche ade

Im Labor übernimmt das System die Organisation:

  • Auftragsmonitor zeigt Status aller Fälle an
  • Proben werden per Barcode-Scan aufgenommen
  • Import aller Auftragsdaten inkl. Anhänge – ohne Medienbrüche
  • Automatische Zuordnung zum Bearbeiter
  • Rückmeldung zur Auslastung des Micro-CT direkt im System

👉 Ergebnis: Transparenz vom ersten Moment an.

Schritt 3: Auftragsbearbeitung – KI und Micro-CT im Workflow

Jetzt beginnt die Diagnostik. Und hier zeigt sich, warum digitale Workflows in der Pathologie mehr sind als IT-Spielerei:

  • Micro-CT: nicht in Echtzeit verfügbar → daher klare Prozessintegration mit Statusmeldungen und Laufzeiten
  • Schnittstellen ermöglichen:
    • Beauftragung mit allen relevanten Daten
    • Strukturierten Befundimport
    • Integration des ImFusion Viewers für die Bildauswertung
  • Halbautomatische Befunderstellung unterstützt Pathologen mit strukturierten Eingabemasken und Standardtexten
  • KI-gestützte Analysen ergänzen die klassische Histologie

👉 Pathologen arbeiten durchgängig im gleichen System – ohne Brüche, ohne Informationsverluste.

Schritt 4: Befundanzeige und Rückmeldung – direkt nutzbar in der Klinik

Der diagnostische Befund fließt ebenso reibungslos zurück:

  • Digitale Befundanzeige für alle Beteiligten
  • Monitoring-Funktionen, z. B. für OP-Termine
  • Strukturierte Befundübermittlung ans KIS
  • Automatische Kodierung (ICD, TNM etc.) und Übergabe von Diagnosen, Scores und Leistungsdaten

👉 Damit ist der Befund nicht nur dokumentiert, sondern auch sofort klinisch verwertbar.

Fazit: Wenn Digitalisierung wirklich hilft

HORUS macht deutlich: Workflow ist mehr als Datenrouting. Es geht um Prozessintelligenz – also darum, was Pathologen wann, in welcher Form und mit welcher Kontexttiefe brauchen.

DORNER schafft mit seiner Workflow Engine die Plattform, die Micro-CT, KI und klassische Histologie stabil und intelligent vernetzt.
Das Ergebnis: weniger Rückfragen, mehr Sicherheit, bessere Diagnostik.

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