Wie die Workflow-Engine hinter Gitter kam - ein Anwenderbericht aus Bern

Das Amt für Justizvollzug des Kanton Bern in der Schweiz verwaltet insgesamt neun Gefängnisse und Justizvollzugsanstalten in denen überall bereits eine übergeordnete Software für die Insassenverwaltung zum Einsatz kommt.

Verschiedene Disziplinen wie beispielsweise der medizinische oder psychiatrische Dienst, hatten mit ihren Akteuren wie z.B. Pflegefachpersonen, Psychiater, Psychologen oder Ärzte Anforderungen an eine Software für die medizinische Dokumentation, die es so bisher nicht gegeben hatte.

Eine hervorragende Gelegenheit für uns, wieder einmal zu zeigen, wie die DORNER Workflow-Engine eingesetzt werden kann, um genau diese Brücken zu schlagen, die anderswo fehlen. Die Anforderungen, die dabei an uns gestellt wurden, z.B. die Behandlungsdokumentation oder die Verordnung und Dokumentation von Medikamenten konnten wir zur vollsten Zufriedenheit abbilden. Was dabei herauskam ist eine eigenständige Anwendung die den Titel EPAplus trägt.

Klar ist, dass irgendeinmal, auch im Justizvollzug, eine elektronische Patientenakte erstellt werden musste. (Monika Kummer)

Ein Anwenderbericht von Monika Kummer (Direktorin des Regionalgefängnis Bern) und Rebekka Schenkel (Applikationsverantwortliche EPAplus und Bereichsleiterin Gesundheitsdienst) im Gespräch mit Alexander Eisfeld und Mario Fischer der DORNER Health IT Solutions.

DORNER Was kann die elektronische Patientenakte tolles? Was ist Ihr grosser subjektiver Nutzen?

M. Kummer Wir haben alle Gefängnisse, das sind insgesamt fünf Gefängnisse im Kanton Bern, plus die Justizvollzugsanstalten, welche mit der EPAplus arbeiten und diesbezüglich können die Rechte entsprechend vergeben werden. Die Ärzte haben einen externen Zugriff, weil sie vertragsrechtlich mit dem Amt für Justizvollzug verbunden sind und können auf die für sie erlaubten Bereiche zugreifen.

R. Schenkel Sehr wichtig, schon im Entscheidungsprozess war, dass mit einer elektronischen Patientenakte nicht nur die Informationen des eigenen Institutes, sondern auch Informationen von weiteren beteiligten Personen eingesehen werden können. Jeder Mitarbeiter hat dabei nur auf die Informationen Zugriff, die seiner Berechtigungsstufe entsprechen. Das halte ich für eine einzigartige Funktion.

DORNER Nach der Installation in den ersten Gefängnissen war von Beginn an geplant, dass weitere Häuser möglichst eigenständig ausgerollt werden können. Wie gut klappt das denn?

M. Kummer Grundsätzlich eine relativ einfache Sache. Unterdessen haben wir recht Routine entwickelt. Dies ist vor allem seitens der Applikationsverantwortung, die operative Ebene, die dann aktiv wird zusammen mit der Informatik, mit der Firma DORNER, und auch mit den Personen vor Ort, sprich Pflegefachpersonen, Ärzte, also das gesamte medizinische Personal. Die Infrastruktur muss bereitgestellt werden. Insgesamt sprechen wir hier von rund 14 Tagen bis das Ganze läuft, natürlich mit Vorlaufzeit. Die Einführung ist, wenn die Infrastruktur steht, innerhalb einer Woche vollzogen, d.h. von Papier auf Elektronik.

DORNER Die beste Software nutzt nichts, wenn Sie nicht auch genutzt wird. Ein kritischer Punkt beim Ausrollen einer Software ist wie dies die Anwender akzeptieren, wie nehmen diese das System an?

R. Schenkel Also sie nehmen es sehr gut an. Meistens ist es die anfängliche Skepsis die dann letztlich der Anwenderfreundlichkeit weicht. Sie lernen relativ schnell und sehen, es ist sehr selbstverständlich aufgebaut und dadurch merken Sie wirklich, dass es ein System ist, das für sie geschaffen wurde.

Aktionen und Dokumente können auf einen Klick ausgelöst werden (R. Schenkel)

DORNER Wieder ein ganz klassischer Anwendungsfall für die DORNER Workflow-Engine: Eine bestehende Installation wird mit einem Workflow … mehr als aufgewertet. Abschliessende Frage an die Direktorin Frau Kummer ist: Nach Einführung, wo spüren Sie den grössten Nutzen?

M. Kummer Die medizinischen Fachpersonen finden sich zurecht. Es ist gut strukturiert und gut geordnet. Was ebenfalls sehr, sehr praktisch ist, dass der empfangende Betrieb die ganze Akte übernehmen kann. Sie müssen keine Neueingaben machen und nicht noch einmal erfassen.

Die Papierarchive entfallen, das Suchen nach Dokumenten entfällt und das spart doch relativ viel Platz und auch Zeit in unserem Betrieb. Wir haben unterdessen keine Papierakte mehr. Es ist alles elektronisch: Übergabeberichte, Konsilien, etc. sind einfach zu erstellen und gut zu handhaben. Das heisst, es ist ein "Dokument", das von verschieden Personen zu jeder Zeit im Haus oder auch mit externem Zugriff zugänglich ist.

DORNER Vielen Dank an Frau Kummer und Frau Schenkel für diesen Einblick.

Weitere Informationen zu dieser webbasierten Lösung auf Basis des [i/med] Workflow sind in den ersten beiden Videos zu diesem Thema zu finden:

  1. allgemeine Informationen zum Projekt Youtube-Video 1
  2. Überblick über die Oberfläche und die Funktionen der EPA Youtube-Video 2

In den kommenden Wochen werden Detailfunktionalitäten, z.B. zur Medikamenten-Verordnung, zur Wunddokumentation oder zum Thema "papierlos" in weiteren Videos vorgestellt, bleibt also dabei und abonniert den Youtube-Kanal.

Kontakt

DORNER

Tel.       + 49 7631 3676 0
Fax       + 49 7631 3676 36
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!